Amtsgeheimnis.at – Was uns Bürgern vorenthalten wird


Wer sich ab und zu ein wenig mit den Vorgängen in unserem Land auseinander setzt, wird das Gefühl der Frustration kennen, wenn manche Daten einfach nicht zur Verfügung gestellt werden. Als Privatperson gibt man dann schnell auf und lässt das Thema möglicherweise hinter sich. Besonders brisant wird es immer dort, wo selbst Journalisten keinen Zugang zu Informationen erhalten, die eigentlich keinerlei Geheimhaltung rechtfertigen.

“Im Büro nebenan knallte einst eine ehemalige Kollegin wutentbrannt den Hörer auf und rief entnervt: “Amtsgeheimnis! Datenschutz! Verschwiegenheitspflicht! – Ich halt’ die alle nicht mehr aus!”” (Josef Barth)

Um die Auswüchse dieser Geheimhaltung unter dem Vorwand des “Amtsgeheimnisses” in Österreich transparent zu machen, hat Josef Barth zusammen mit Hubert Sickinger die Plattform Amtsgeheimnis.at gegründet. Auf der Plattform werden besondere Fälle präsentiert, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sie zu richten und möglicherweise doch noch eine Freigabe von Informationen zu erreichen – zumindest aber die bürokratische Kultur zu dokumentieren.

Information ist die Währung der Demokratie“, ziert ein Zitat von Thomas Jefferson die Seite. Auf dieser Idee und dem Glauben an die reinigende Macht der Transparenz beruht die Plattform. Eine Frage einsenden kann jede und jeder. Nach einer Überprüfung des Sachverhalts erscheint der Fall und wird über eigene Kanäle und Kooperationen mit größeren Medien bekannt gemacht.

Ein Beispiel? Welche Ausgaben tätigt eine Regierung eigentlich für Inserate in Zeitungen? Georg Holzer, Initiator von K2020, wollte das zum Beispiel für das Bundesland Kärnten wissen, nur um mit seltsamen Begründungen abgewimmelt zu werden. Diese Erlebnisse sind selbstverständlich ein Fall für Amtsgeheimnis.at.

Header Image(s) from Pixabay & Gratisography

 

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