Feminisierung der Technologie – Mz Baltazar´s Laboratory


Zugegeben: Technologie ist männlich. Dieser Umstand ist geschichtlich bedingt weil die Frauen sehr spät Zugang zur Bildung bekommen haben. Als Isaac Newton die Gravitationsgesetze zusammengefasst hat, konnten nur junge Frauen aus adeligen Familien in Klosterschulen Lesen und Schreiben lernen. Anfang des 20. Jahrhunderts hat Thomas Edison bei der Elektrifizierung New Yorks beigetragen; zur selben Zeit sind die ersten Frauenschulen entstanden, die Mädchen bis zum 16. Lebensjahr besuchen konnten und dann im Haushalt eingesetzt wurden. Diese zeitliche Diskrepanz und die Überlegenheit der Männer im Bildungsbereich haben dazu gefüht, dass sich Frauen nicht der Technologie näheren wollen. Stefanie Wuschitz erklärt warum es wichtig ist, diese unsichtbare Grenze abzuschaffen.

 

 

Mz Baltazar´s Laboratory ist ein Workshop für Frauen, bei dem frau mit Bestandteilen alter Apparate spielerisch und kreativ umgeht, um neue, interaktive Geräte und Kunstinstallationen zu bauen, da der Umgang mit Maschinen bisher fix vordefiniert war. In diesem Hackerspace werden alte Bestandteile symbolisch wiederverwendet: “männliche” Kreationen werden auseinandergenommen und aus einer „femininen“ Perspektive einem neuen Nutzen zugeführt. Dadurch entsteht ein Freiraum, in dem sie ihre Befangenheit durch Innovation ersetzen können.

 

Durch Enthusiasmus und Neugierde sind ungewöhnliche Projekte entstanden, so wie die „De-Othering Machine“, die Kommunkation ermöglicht, ohne dabei Information über Hintergrund, Geschlecht oder Alter des Gesprächspartners zu besitzen. Dabei hat frau die Möglichkeit, sich hinter einem Tier-Avatar zu verbergen. Derartige Experimente tragen dazu bei, die Wahrnehmung unseren gesellschaftlichen Beziehungen mit Hilfe von technischen Mitteln zu erforschen.

Die Emanzipation der Technologie durch einen femininen Touch ist ein weiterer Schritt, um das Ungleichgewicht (Frau – Mann) zu beseitigen. Dafür ist es aber wichtig, dass Frauen in diesem Bereich auf demselben Bildungsstand wie Männer ankommen. Zusammenfassend muss der Mut aufgebracht werden, männlichen Klischees zu widersprechen!

 

Header Image(s) from Pixabay & Gratisography

Share this post

Leave a comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *



*